die wichtigsten Schlachten und Ereignisse des Sezessionskrieges

Sezessionskrieg

Gefecht bei Big Bethel

Hintergrund

Das Gefecht bei Big Bethel fand am 10. Juni 1861 nahe Hampton, Virginia, statt und war eines der ersten Gefechte des Amerikanischen Bürgerkriegs. Die Unionstruppen unter der Führung von Generalmajor Benjamin F. Butler sollten die von den Konföderierten errichtete Blockade am Chesapeake Bay zerstören, um die Bewegungsfreiheit der Unionstruppen in der Region zu gewährleisten.

Die konföderierten Truppen unter dem Kommando von General John Bankhead Magruder hatten Verteidigungsstellungen in Little Bethel und Big Bethel errichtet. Diese Positionen wurden genutzt, um die Konföderierten zu schützen und die Kontrolle über wichtige Verkehrswege in Virginia zu behalten.

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Verlauf

Das Gefecht begann mit einem Angriff der Unionstruppen, die in zwei Kolonnen aus Hampton und Newport News marschierten. Die Truppen unter dem Kommando von Brigadegeneral Ebenezer W. Pierce erreichten Little Bethel, das von den Konföderierten nach einer kurzen Auseinandersetzung aufgegeben wurde. Die Konföderierten zogen sich daraufhin nach Big Bethel zurück, wo sie stärkere Verteidigungsstellungen am Brick Kiln Creek vorbereitet hatten.

Der erste Angriff der Unionstruppen auf Big Bethel wurde zurückgeschlagen. Ein zweiter Angriff, durchgeführt vom 5. New Yorker Infanterieregiment („Duryee’s Zouaves“), versuchte, die Flanke der Konföderierten zu umgehen, scheiterte jedoch ebenfalls. Die Unionstruppen konnten die gut vorbereiteten Verteidigungsstellungen der Konföderierten nicht durchbrechen und zogen sich schließlich zurück.

Das Gefecht dauerte insgesamt weniger als eine Stunde. Die Unionstruppen zogen sich mit Verlusten von 76 Mann, darunter 18 Tote und 58 Verwundete, zurück. Unter den Gefallenen war auch Theodore Winthrop, ein bekannter Schriftsteller und Mitglied von General Pierces Stab. Die Konföderierten erlitten geringe Verluste: ein Toter und sieben Verwundete.

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Bedeutung

Das Gefecht bei Big Bethel war ein früher Erfolg für die Konföderierten und ein Rückschlag für die Union. Es zeigte die Schwierigkeiten der Unionstruppen, koordinierte Angriffe gegen gut verteidigte Stellungen durchzuführen, insbesondere angesichts von schlechter Kommunikation und unerfahrenen Soldaten.

Für die Konföderierten war das Gefecht ein moralischer Sieg, der ihre Fähigkeit unter Beweis stellte, die Union trotz ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit zu bekämpfen. Die geringe Anzahl an Verlusten stärkte das Selbstbewusstsein der Konföderierten und festigte ihre Verteidigungsstrategie in Virginia.

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Auswirkungen

Das Gefecht bei Big Bethel verdeutlichte den Bedarf an besserer Ausbildung und Organisation innerhalb der Unionstruppen. Die Niederlage führte zu einer kritischen Überprüfung der militärischen Führung und zur Einführung verbesserter Kommunikationsstrategien.

Die Konföderierten konnten ihre Stellungen in der Region weiter ausbauen, was die Union zwang, langfristigere und umfassendere Strategien zu entwickeln, um die Kontrolle über Virginia zu erlangen. Obwohl das Gefecht strategisch wenig Einfluss auf den Kriegsverlauf hatte, bleibt es ein wichtiges Beispiel für die Herausforderungen der Kriegsführung in den frühen Phasen des Konflikts.

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